Was tun wenn "schwierige Gespräche oder Präsentationen" anstehen?

Häufig befinden sich Projektleiter schon vor einem anstehenden Gespräch oder Präsentation in einer defensiven Haltung. Abhängig von der Situation kann dies verschiedenste Gründe haben:

 

Der alleingelassene Projektleiter 

 

Stellen wir uns mal folgende Situation vor: Das Projektsteuerungsgremium tagt und es geht darum die Freigabe des Budgets für die nächste Projektphase zu erhalten. Der Projektleiter konkurriert gegen andere Projekte und damit auch gegen Projektleiterkollegen, da das Budget ja begrenzt ist. Die Vorstellung des Projekts soll daher im besten Licht erscheinen. Und wer unterstützt den Projektleiter? Im besten Fall ist der Projektsponsor zugegen, der ein vitales Interesse daran hat, daß das Projekt voran kommt. 

Wenn nicht gilt es andere Verbündete zu suchen oder besser gesagt andere Vertreter des Steuerungsgremiums zu Verbündeten zu machen.

Es gilt also für den Projektleiter die Präsentation so vorzubereiten, daß die Mitglieder des Steuerungsgremiums als Verbündete gewonnen werden können.

Ist er darüber hinaus überzeugt von dem was er da bezüglich seines Projektes kommuniziert, kann dies den Unterschied machen zwischen Freigabe oder Nicht-Freigabe des Projektbudgets.

Im ProjektCoaching geht es also nicht vordringlich darum die einzelnen Power Point Slides zu optimieren, sondern an der Haltung des Projektleiters zu arbeiten.

 

Personalgespräche

 

Feedback Nehmen und Geben gehört heutzutage zum Handwerkszeug einer Führungskraft. Für Projektleiter natürlich umso mehr, da sie im Allgemeinen keine direkte Personalverantwortung gegenüber ihren Projektteammitgliedern haben. 

Was aber, wenn der Projektleiter der Überzeugung ist, daß die Situation so verfahren ist, dass Kritik verpackt in einen positiven Feedback Burger nicht das ist, was er für angebracht hält?

Dann ist notwendig an der Haltung des Projektleiters zu arbeiten und mit Hilfe von Perspektivenwechsel die untersichtlichen Sichtweisen zu beleuchten. 

Konkretes Beispiel: Eine Führungskraft, 27 Jahre, vor 6 Monaten Abteilungsleiter geworden. Seine Führungsspanne: 5 Gruppenleiter mit jeweils 5 bis 10 Mitarbeitern. Sein Führungsstil würde ich mit kooperativ beschreiben. Nach seiner Einarbeitungszeit hat er nun einige Änderungen im Ablauf von Arbeitsprozessen auf seiner Agenda. Eine seiner Gruppenleiterinnen ist eine erfahrene Kraft Anfang 50 und überzeugt davon, daß also so richtig ist, wie es derzeit läuft. Dies hat sie ihn auch von Anfang spüren lassen. 

Die Führungskraft hatte nun ein Gespräch geplant, in dem er seine Gruppenleiterin von der Notwendigkeit der anstehenden Veränderungen überzeugen wollte. Da die Skepsis seiner Mitarbeiterin bereits sein "Kopfkino" bezüglich des Gesprächsverlaufs angeschaltet hat, war er entsprechend negativ eingestellt.

Im Coaching hatten wir an seiner Haltung gearbeitet und er hat eine Balance gefunden zwischen dem was er fordern kann und will, und dem wie er seine Mitarbeiterin unterstützen kann, um sich auf die Veränderungen einzulassen.

 

Mehr Praxisbeispiele und Einblicke in ProjektCoaching über das Kontaktformular oder ralf@re-pd.com